Ab nach Hause: Mietwagenflaute in Bad Tölz
Nach einem späten Frühstück beraten wir, ob wir weiterfahren oder angesichts der Wetterverhältnisse lieber die Rückreise antreten. Am Himmel türmen sich schon wieder Wolkenberge. Für die kommenden Orte auf unserer Reiseroute wie Traunstein wird Regen angesagt. Nach und nach reift die Entscheidung, dass es reicht.
Die
Sonne macht sich weiter rar
Als wir beginnen einem Mietwagen hinterherzutelefonieren, wird schnell klar, dass wir in Bad Tölz keine Chance haben. Wir fragen bei Sixt, Avis und Europcar an. Selbst in München ist kein Fahrzeug mehr zu bekommen, das drei Fahrräder transportiert. Wir sitzen im Cafe und sondieren die weiteren Optionen. Warten hieße bis Montag mindestens. Eine Bahnfahrt würde 12 Stunden dauern und zigfaches Umsteigen erfordern. Plätze für die Fahrräder sind zudem keine zu kriegen.
Harald spielt den letzten Trumpf aus: Hertz. Tatsächlich haben die in München noch einen Transporter für einen attraktiven Kurs stehen. Die Leute im Hotel sind so freundlich unsere Taschen und Räder aufzubewahren, während wir mit der Regionalbahn Bob nach München düsen, dort per U-Bahn raus zur Autovermietung fahren und dann eine Weile durch ein Industriegebiet laufen. Paradoxerweise ist dort auch Europcar und hat den Hof voller Kleintransporter stehen – gut, falls am Telefon mit Hertz irgendwas missverstanden worden sein sollte.
Hat aber alles geklappt: Das Auto ist recht groß. Harald spart den zweiten Fahrer, der immerhin 33 Euro plus Steuer kosten soll. Mit Hilfe des iPhone finden wir nach Bad Tölz zurück, auch wenn ich Harald dabei einige Wendemanöver mit dem doch langen Auto abverlange. In das große Auto passen die Räder sogar quer rein. Wir hätten noch Platz für ein ganzes Wohnzimmer. Nein, hatten wir nicht dabei, auch wenn jemand unterwegs angesichts des Tempos bergab diese Fragen hinter uns her schickte.
Wir landen nach Mitternacht wohlbehalten in Hannover. Harald kriegt das Auto sogar auf seinem Hinterhof unter.