Elberadweg: Ein Fazit
Ich könnte morgen wieder starten, aber die Erholung tut auch gut. Viele Dinge, für die unterwegs keine Zeit war, konnte ich jetzt in Ruhe nachlesen und recherchieren und schließlich aus den Notizen, die ich unterwegs in mein Web-Pad getackert hatte, und aus den noch frischen Erinnerungen die zurückliegenden Tagebucheinträge formulieren. Der erste Ritt auf dem Mountain-Bike zum Bäcker war etwas gefährlich: Der Lenker schlackerte, weil das Gepäck fehlte, und schon nach wenigen Metern fuhr ich im längsten Gang.
Das Gepäck ist ausgeräumt, die Wäsche gewaschen. Diverses hätte zuhause bleiben können: 5kg für Zelt, ISO-Matte und Schlafsack (der immerhin in Lollis Homestay eingeweiht wurde), Handtücher, dickerer Rad-Pulli und ein paar Kleinteile. Ersatzteile haben wir nicht gebraucht. Georgs Hinweis, den Inhalt der Taschen nochmal sicherheitshalber in eine Plastiktüte zu packen, habe ich mit meiner darin verstauten Tütensammlung wohl übertrieben. Aber nass ist definitiv nichts geworden und ich konnte die Inhalte gut sortieren. Auch die ZIP-Lock-Tüten für den Elektrokram haben Sicherheit gegeben.
Kartentasche
am Triathlon-Auflieger, statt Lenkertasche
Der Radweg ist insgesamt leicht zu fahren, gut beschildert und großenteils auch qualitativ gut. Ein Buch mit den Karten genügt. Nervig an diesen ist, dass man aufgeschmissen ist, sobald man die vorgesehene Kartengasse verlässt, was beim Abkürzen oder bei Extratouren durchaus passiert. Mein kleiner gelber Freund hat tapfer alle Radaktivitäten aufgezeichnet und dafür pro Tag eine neue Batterie spendiert bekommen. Die Billigbatterien von Reichelt haben bei unseren Fahrzeiten stets gehalten. Das N800 mit Maemo-Mapper konnte meist in der Tasche bleiben, war aber nett, um abends den Weg anzusehen und die GPS-Daten zu überprüfen.
Mit den anderen Radfahrern ist ein nettes Miteinander. Die Bepackten grüßen einander. Bei Pannen hält man an und bietet Hilfe an. Mancher hat sein Werkzeug vorher nicht mal ausprobiert – nicht mal die Luftpumpe. Außer dem Fuß meines Fahrradständers und Georgs Schlosshalterung gab es keine Verluste. Einmal Nachölen der Kette hat gereicht, um die sich einstellenden Geräusche abzustellen. Zwei Flaschenhalter sind eine gute Idee gewesen. Georg hat an seinen Taschen hinten noch Platz für weitere Flaschen – das geht bei den Roller-Taschen leider nicht. Die Lenkertasche habe ich nicht vermisst. Die Kartentasche auf dem Low-Rider war perfekt für die Karte und hielt mit dem Spannriemen vom Paulchen auch gut.