Etappe zur Entspannung
Am nächsten Morgen lassen wir es ruhig angehen: Auf dem Müsli, das es als eine Frühstücksvariante gibt, findet sich frisches Obst – lecker. Wir sind die letzten, die an der Wasseralm aufbrechen. Unser Ziel für heute ist das Kärlingerhaus am Funtensee. Es ist unser Startpunkt, um ins Steinerne Meer aufzubrechen.
Malerisch
gelegen
Das Halsköpfl ist der wohl urigste Ausblick auf der ganzen Wanderung: Nach einem Anstieg durch den Wald der - zumindest vom Eindruck - auf einem Grad entlang führt, taucht plötzlich ein mit Gras bewachsener Hügel auf, der wie regelmäßig gemäht aussieht und auf dem oben eine Bank steht. Man hat von dort einen perfekten Blick auf den Königssee. Der Grashügel fällt erstaunlich steil ab und gibt so den Blick auf die Saletalm frei. Oben drauf brennt die Sonne erheblich, sodass wir uns nach und nach in den Schatten des Waldes zurückziehen.
Wie
frisch gemäht
Der Weg führt zunächst am Schwarzensee und dann am Grünsee vorbei. Nach der Etappe des letzten Tages zieht sich auch dieser Weg. Es geht mal auf, mal ab. Am Grünsee kommt uns eine Frau allein entgegen und trägt an ihrem Rucksack Paddel – ein Boot ist nicht zu sehen. Auf dem See sehen wir aber weitere Leute mit einem Boot. Wenn man bedenkt, dass man an diesen See nur zu Fuß kommt, gibt es wohl bequemere Methoden zum Bootfahren.
Die Seen liegen schön. Am Schwarzensee gehen wir direkt am Ufer entlang durch ein großes Schilffeld. Nach dem See beginnt ein treppenartiger Aufstieg. Das ist wohl eine von vielen Himmelsleitern in den Bergen.
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Wir erreichen letztlich doch einigermaßen geschafft das Kärlingerhaus. Das ist die bisher größte Hütte. Sie hat eher den Charme einer Jugendherberge. Sie liegt aber wunderbar am Funtensee in einem Talkessel. Dort steht eine Wetterstation von Kachelmann, an der man vor einigen Jahren die niedrigste Temperatur in Deutschland registriert hat. Der See ist so warm, dass Rosemarie und Friedrich baden gehen.
Rund um das Haus sieht man überall Murmeltiere. Als ich um einen Hügel an der Hütte herumlaufe, um zu sehen was dort ist, treffe ich auf eine Murmeltier, das auf dem Weg sitzt. Es macht kehrt und watschelt vor mir den Weg lang.
Wir bekommen wieder Lagerplätze. Ein Zimmer für immerhin 16 Personen, sind aber die ersten und haben so die freie Wahl, wo wir uns hinpacken. Letztlich bleibt uns die eine von zwei Lagerreihen allein. Die Gaststube, in die wir uns zurückziehen, als es draußen am Abend zu kalt wird, ist riesig. Wir spielen Karten und ratzfatz ist es 22 Uhr und Zeit für Hüttenruhe.