Wieder am Funtensee
Wir starten erneut in Schneefelder. Meine Schuhe sind leider noch nass. Unser Ziel ist wieder das Kärlingerhaus. Im ersten Ansatz finde ich das doof, weil mir die Hütte nicht so gut gefallen hat. Andererseits ist es auch mal ganz schön zu wissen, wo es einen hinführt. Der Weg zieht sich gefühlt für alle, ist aber sehr abwechslungsreich: mal im Wald, mal auf Stein und bringt auch Herausforderungen, etwa einen langen steilen Abstieg auf feinem “Schotter”. Ein Weg, den man schneller rauf als runter kommt.
Laut
Messung kältester Punkt Deutschlands: Funtensee
Am Kärlingerhaus hängen wir erstmal gepflegt ab. Wir bekommen ein Lager für uns allein. Wir beobachten das Treiben: Der Hubschrauber flog, während wir uns dem Haus näherten, mehrmals an. Auf der Terrassen stehen Bigbags voller Brennholz. Es laufen diverse Handwerker herum und besprechen sich an einem der Tische. Sie sind alle mit dem Heli gekommen und als der verschwindet, sind sie auch wieder weg.
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Kurz bevor wir vor Müdigkeit einschlafen, brechen wir dann auf den Feldkogel auf. Das ist einer der Hausberge des Kärlingerhauses. Am Funtensee vorbei kommen wir an die Teufelsmühle, die gurgelnde Geräusche macht. Wir gehen ohne die Stöcke (und ohne Gepäck) auf den Feldkogel. Ich gehe mit Rosemarie und Friedrich in recht hohem Tempo da hoch – auch mal sehr angenehm.
Oben angekommen gibt es einen Superblick auf den Königssee und prächtigen Empfang, sodass endlich mal Zeit zum E-Mail-Lesen und Telefonieren ist. Ich erfahre, dass Jannis jetzt nach Spanien fahren kann
Blick
auf den Königsee
Auf dem Abstieg beobachten wir das Schottmalhorn – ein Berg, der je nach Winkel seine Gestalt vollständig ändert und auch den Blick auf eine Kuppe davor freigibt, die man vom Kärlingerhaus für einen Teil des Bergs hält. In dem Panorama findet sich auch eine Matterhornsimulation (kann ich aber keinem realen Berg mehr zuordnen). Wir sehen den Mann mit dem Hund aus der letzten Hütte wieder. Der Hund ist diesen Tag seltsam apathisch.
Bei diesem Besuch im Kärlingerhaus läuft die Schuhtrocknungsanlage: In einem Raum hängt man die Schuhe auf eine Metallstange, in der Löcher sind. Durch diese Löcher bläst die Anlage warme trockene Luft in die Schuhe. Am nächsten Tag habe ich gelüftete und erstmals wieder trockene Schuhe – die Schneefelder haben ihnen doch zugesetzt gehabt.
Laut Höhenmesser: 228 Meter Höhe + Feldkogel 283 Meter Höhe
Laut GPS: 4 Stunden, 8 km und 2 Stunden, 4,5 km