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Ab nach Hause
Nach einem reichhaltigen Frühstück, das man uns morgens vor die Hütte gestellt hat, geht es wieder los. Unser Plan: Bis Riesa und von dort aus mit dem Regionalexpress eine Abkürzung bis Wittenberg oder weiter nehmen, sodass wir am Folgetag Magdeburg erreichen können. Von Magdeburg aus sollte die Heimreise per Zug kein Problem sein. In Georgs Radwegbroschüre, die gerade neu aufgelegt worden ist, finden sich Hinweise, dass ab Riesa Züge Richtung Wittenberg fahren.
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Weg von der Else Richtung Grenze
Wir brechen auch diesmal erleichtert auf. Es war ein bisschen wie im HO-Betrieb “schöne Ferien” – “lassen Sie es sich schmecken”: Georg geht es besser. Wie vor Meißen zieht sich das Elbtal zu. Es wird dörflich, auch hügeliger, obwohl wir die ganze Zeit neben der Bahnlinie herfahren, und voller. Das Wetter ist gut, teils sonnig, aber mitunter etwas kühl, besonders wenn es in den schattigen Wald geht. Links und rechts kann man erahnen, warum die Gegend sächsische Schweiz oder Elbsandsteingebirge heißt, wobei das ein wenig an Disney-Land erinnert, wenn man mal in den Dolomiten war.
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Aus Dresden raus
Das Frühstück im Hostel ist Selbstbedienung in der offenen Küche mit zwei Tischen. In einer Thermoskanne gibt es Kaffe-Spezial, aufgebackene Brötchen bei Abgabe des Coupons, Marmelade steht auf den Tischen – jeder prokelt mit dem Messer in den Gläsern rum. Ich finde gottlob ein verschlossenes Glas, aus dem ich mich mit dem Löffel versorge. Geschirr ist selbst abzuwaschen. Die Toilette ist unerwartet sauber und gar nicht stinkich. Wir rollen unsere Sachen zusammen, beladen die Räder und trollen uns im Nieselregen über Kopfsteinpflasterstraßen an einem alten Hochhaus, dem aufgegebenen Gebäude der Verkehrsbetriebe vorbei.
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Von Mühlberg nach Dresden
Obwohl wir am Abend das kleine Städtchen erkundet hatten, gondeln wir ewig herum, um den Getränkemarkt wiederzufinden. Da stehen schon um 10 Uhr die Leute mit der Bierkanne in der Hand herum und diskutieren lautstark. Wir machen, dass wir loskommen …
Endlich ändert sich mal die Optik: Vor Meißen werfen sich Hügel auf, das Tal wird schmaler, dann und wann schimmert mal Gestein (Sandstein?) durch. Hinter Meißen öffnet es sich wieder.
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Von Wittenberg nach Mühlberg
Der Tag startet grau und nieselig. Erst mittags wird es sonniger, aber schwül. Trotz Lichtschutzfaktor 30 schramme ich am Sonnenbrand entlang. Georg kämpft mit dem Essen vom Vorabend. Mir geht es gut, ich merke ein Knie und habe mir die Leiste leicht aufgescheuert, auch habe ich mich schon mal flüssiger gebückt. Wir machen mehr Pausen. Bis Dresden kommen wir heute ohnehin nicht. Die Radwegbeschilderung, der wir nach der gestrigen Erfahrung schlicht folgen, führt uns wunderbar.
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Von Magdeburg in die Lutherstadt Wittenberg
Durch eine Abkürzung bei Schönebeck verkürzen wir die lange Route (150 km laut Buch) ein wenig. An anderen Stellen verlängern wir die Tour unnötig: So wollen wir zwischen Friederikenburg und Steckby eine sandige Strecke meiden und verzetteln uns bei Barby und in Rosenburg. Radler, die wir an einer Fährstation später ansprechen und die die andere Elbseite befahren haben, können nicht von sandige Passagen berichten. Der Tag war insgesamt eher grau, mal kurz sonnig.
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Von Havelberg nach Magdeburg
Trotz reichlich Bier kommen wir gut los. Wir nehmen die empfohlene Abkürzung und sehen nach einem längeren Ritt die versprochene AKW-Ruine Stendal. Das Ding ist nie in Betrieb gegangen, wurde nach russischem Muster (Tschernobyl) gebaut und wird jetzt wieder abgetragen. Die Runde Hülle ist noch zu erkennen, auch die Nebengebäude. Gegenüber liegt ein riesiges Industrieunternehmen und entsprechend viel LKW-Verkehr ist auf der Straße unterwegs. Das obligatorische Schild am Werktor “von der EU gefördert” fehlt freilich nicht.
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Von Hitzacker nach Havelberg
Wir wechseln bei Dömitz wieder die Elbseite, damit ich meinen Wasservorrat auffüllen kann. Georg nimmt Leitungswasser in seinen Flaschen und versetzt es mit speziellen Tabletten – ich habe lieber Mineralwasser an Bord. Allerdings ist diese “Besorge” immer recht aufwendig, weil Märkte nicht direkt am Radweg liegen. Entsprechend verfransen wir uns in Dömitz beim Versuch, den Radweg wiederzufinden. Am Markt hatte uns ein älterer Mann angesprochen und empfohlen die Hauptstraße, an der der Markt war, zu meiden und lieber ein Stück zurückzufahren.
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Von Hamburg-Harburg nach Hitzacker
Bahnfahren mit dem beladenen Fahrrad ist super: In Burgdorf schon passt der querliegende Zeltsack auf dem Gepäckträger nicht durch die Tür. Man gut, dass ich ihn nur mit dem Standardmechanismus des Gepäckträgers untergeklemmt habe (was Georg auf den ersten Blick erschreckt).
Ich habe massig Zeit und kann in Hannover noch dem Schwiegervater zum Geburtstag gratulieren, bevor Georg eintrifft. Wir schieben gemäß Wagenstandsanzeiger ans Ende des Bahnsteigs, um dann per Lautsprecher zu erfahren, dass der Fahrradwagon ausnahmsweise am anderen Ende hängt – mit uns ziehen diverse weitere Fahrradfahrer um.
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Packen für die Radtour mit Georg entlang der Elbe
Ich sitze quasi auf gepackten Koffern: über 20 kg Gepäck, die in diversen Ortliebtaschen rund ums Rad hängen. Auf dem Gepäckträger thront eine Rolle, die eigentlich für Kanuten gedacht ist. Darin sind Iso-Matte und Zelt inklusive Stangen. Morgen um 9 Uhr geht es los. Bei einer Proberunde um den Block ist mir eine Tasche am Low-Rider halb abgesprungen. Ich hoffe, das war eine einmalige Aktion. Schlauchreste um das untere Rohr des Low-Rider sorgen dafür, dass die Taschen nicht allzu doll klappern.