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Höhenmeter sammeln im Flachland
Über die MTB-Truppe des hannoverschen Alpenvereins hatte ich von einer “Tagestour über die 7 Gipfel” Wind bekommen: “Das Schmankerl für steigungsfreudige Mountainbiker: Die sieben höchsten Erhebungen der Region Hannover auf einen Streich.” 2000 Höhenmeter in Deister, Süntel, Ith und Osterwald versprach Bernd.
Worauf ich mich eingelassen hatte, schwante mir erst, als ich in Empelde den Rest traf und ein paar Kilometer und einen ersten Anstieg zurückgelegt hatte: Einige der Mitfahrenden hatten schon Alpenüberquerungen gemeistert.
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Wandern im Rückblick
Ich hatte keine direkte Vorstellung, was mich bei einer Hüttenwanderung über mehrere Tage erwarten würde. Im Vorfeld hatte ich es mir deutlich weniger gebirgig vorgestellt. Die meisten Wege konnte man nicht nebenbei gehen, sondern musste schon sehr achtsam sein. Diese Art des Wanderns braucht einige Aufmerksamkeit. Man hat nebenbei schon Kapazität zum Denken, aber es geht auch gut ohne. Kurzum Wandern im Gebirge ist mehr als nur eine körperliche Herausforderung.
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Abstieg vom Berg
So urig die Schuhe der Bedienung waren, so speziell ist auch die privat betriebene Hütte. Die Stockbetten sind mit Vorhängen voneinander getrennt. Die Wände zwischen den Zimmerlagern sind kaum dicker, hat man das Gefühl. Man hört Geräusche und sieht das Licht durchschimmern. Es gibt eine luxuriös lang laufende Dusche, leider keine Trockenmöglichkeit.
Neben der Hütte steht ein Kapelle, in der den Bergopfern gedacht wird. Ich finde welche, die vor nicht allzu langer Zeit dort verunglückt sind, wo wir gestern langgelaufen sind.
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Runter und rauf
Der letzte “echte” Wandertag beginnt mit einem frühen Frühstück, zu dem es frisches Obst gibt – das lernt man sehr zu schätzen – auch wenn ich ein paar Äpfel dabei hatte und über die Tage verteilt gegessen habe. Der Hundebesitzer ist diesen Morgen sehr bedröppelt: Sein Hund ist in der Nacht gestorben. Magen oder Darm hatten sich wohl verdreht – etwas, was eigentlich nur bei Pferden vorkommt.
Den ersten Teil des Wegs legen wir gemeinsam zurück.
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Wieder am Funtensee
Wir starten erneut in Schneefelder. Meine Schuhe sind leider noch nass. Unser Ziel ist wieder das Kärlingerhaus. Im ersten Ansatz finde ich das doof, weil mir die Hütte nicht so gut gefallen hat. Andererseits ist es auch mal ganz schön zu wissen, wo es einen hinführt. Der Weg zieht sich gefühlt für alle, ist aber sehr abwechslungsreich: mal im Wald, mal auf Stein und bringt auch Herausforderungen, etwa einen langen steilen Abstieg auf feinem “Schotter”.
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Durchs steinerne Meer
Die Idee, am nächsten Morgen früh aufzustehen, um möglichst nicht die Reste des Frühstückbuffets aufpicken zu müssen, war gut. Es herrscht ordentlicher Andrang und so kommen wir früh los. Vom Kärlingerhaus geht es in Richtung Riemannhaus. Wir kreuzen viele Schneefelder.
Auf den Schneefeldern findet sich mitunter mal rote Verfärbungen. Es gibt wohl mehrere Theorien, woher die stammen: abgelassenes Flugbenzin, Reste von Skitouren, Sand aus der Sahara oder Algen – letzteres scheint mir am plausibelsten.
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Etappe zur Entspannung
Am nächsten Morgen lassen wir es ruhig angehen: Auf dem Müsli, das es als eine Frühstücksvariante gibt, findet sich frisches Obst – lecker. Wir sind die letzten, die an der Wasseralm aufbrechen. Unser Ziel für heute ist das Kärlingerhaus am Funtensee. Es ist unser Startpunkt, um ins Steinerne Meer aufzubrechen.
Malerisch gelegen
Das Halsköpfl ist der wohl urigste Ausblick auf der ganzen Wanderung: Nach einem Anstieg durch den Wald der - zumindest vom Eindruck - auf einem Grad entlang führt, taucht plötzlich ein mit Gras bewachsener Hügel auf, der wie regelmäßig gemäht aussieht und auf dem oben eine Bank steht.
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Mit voller Ladung
Einpacken heißt es heute. Es geht mit vollem Gepäck zur Wasseralm. Was man mühsam ausgewickelt hat, muss jetzt wieder in den Rucksack passen. Das ist ganz schön mühsam. Meine Idee, einen Stausack in den Rucksack zu tun, damit kein Wasser eindringen kann, hat zwar den Vorteil, dass man einen Innen- (im Sack) und Außenstaubereich (zwischen Außenhaut des Stausacks und Innenhaut des Rucksacks) hat, aber es ist doch eine ziemliche Kramerei.
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Noch ohne Gepäck
Nach einer eher unruhigen Nacht – ein Wunder, dass bei der Sägerei das Holzhaus noch steht – gibt es einfaches Frühstücksbuffet (“jeder nur eine Semmel”). Von 6 bis 8 Uhr ist Frühstücksausgabe auf den (meisten) Hütten. Wir schmieren uns Brote als Wegzehrung. Heute geht es erst mal ohne Gepäck auf die Hausgipfel des Stahlhauses.
Ich nutze das erste Mal meine Wanderstöcke. Fühlt sich anfangs komisch an – vor allem, weil ich immer über die Schneckenstecher im Wald auf dem Weg zur Arbeit fluche.
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Rauf auf den Berg
Um 4:15 klingelt der Wecker. Obwohl ich am Abend gepackt habe, wird es arg eng, denn um 5:24 Uhr rollt der Nahverkehrszug aus Burgdorf. Der um 5:54 Uhr, der locker für den Anschluss gereicht hätte, fährt diesen Samstag nicht. Um 5:10 Uhr kapituliere ich und beschließe, das Taxi zum Hannoveraner Bahnhof zu nehmen. So schaffe ich es noch bequem unter die Dusche.
Letztlich bringt uns das frühe Aufstehen unterm Strich eine halbe Stunde mehr Zeit bei der Ankunft im Süden: Der Zug fährt eine Stunde früher Richtung Berchtesgaden und nimmt nicht den Umweg über Salzburg und eine Busfahrt von dort.